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Jugendanimation nutzt digitalen Möglichkeiten in Zeiten der Corona-Krise

Durch die Massnahmen des Bundes aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus musste sich auch die Jugendanimation die letzten Wochen und Tage neu orientieren. Anstelle wöchentlicher Treffs in der analogen Welt, waren von heute auf morgen andere, virtuelle Gefässe gefragt, die es unter den gegebenen Umständen weiterhin ermöglichen mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Bereits seit längerer Zeit hat die Jugendanimation einen Instagram-Account, den sie regelmässig nutzt, um ihre Angebote zu bewerben. In der aktuellen Situation  kann sie daher einfach und unkompliziert ihre Online-Präsenz erhöhen und so weiterhin mit den Jugendlichen in Verbindung bleiben.

Den Account auf Instagram nutzt die Jugendanimation in der aktuellen Situation unterschiedlich. So wurden wichtige Informationen vom Bund im Zusammenhang mit dem Corona-Virus jugendgerecht erklärt. Dies geschah vor allem in Form von kurzen Erklärungsvideos oder einfachen Darstellungen. Weiter wurden Themen wie beispielsweise das Erkennen von Fake-News oder den Umgang mit den Veränderungen des Alltags aufgegriffen. Um das Home-Schooling nicht zu beeinträchtigen nutzte sie für ihre Inputs hauptsächlich den späteren Nachmittag. Zusätzlich war sie  aber auch im Allgemeinen Social Media sehr viel aktiver als im normalen Alltag. Alle paar Tage erkundigte sie sich über die Story-Funktion bei den Jugendlichen nach ihrer Befindlichkeit. Andere Formen der Kontaktaufnahme waren Umfragen mit Fragen wie „Was vermisst du in der Coronazeit am meisten?“ oder „Was hältst du von den Massnahmen des Bundes?“. Dazu bekamen sie  ganz unterschiedliche Rückmeldungen, auf welche sie im privaten Chat eingingen. Waren es zu Beginn noch eher abwertende und provozierende Kommentare, so wurden diese immer öfters ernst. Je länger die ausserordentliche Zeit andauert, umso redebedürftiger und kontaktfreudiger sind die Jugendlichen geworden. Die Themen sind dabei sehr vielfältig: Von arbeitsrechtlichen Fragen, über den Umgang mit Streitigkeiten in der Familie, bis hin zu technischen Schwierigkeiten beim Homeschooling. Das Online-Setting scheint als niederschwellige Möglichkeit wahrgenommen und genutzt zu werden, um Fragen und Unsicherheiten zu deponieren. Auffallend ist auch, dass nicht nur Jugendliche der Oberstufenklassen mit der Jugendanimation Kontakt aufnehmen, sondern auch einige Personen, die bereits seit zwei bis drei Jahren nicht mehr in den Treff kommen.

Unsere tägliche Arbeit basiert auf dem Vertrauen und der Beziehung, welche die Jugendlichen zu uns haben. Mit den virtuellen Möglichkeiten können wir auch weiterhin im Kontakt mit den Jugendlichen sein. Um den Lesenden trotzdem einen Einblick in unsere digitale Arbeit zu gewähren, haben wir einen möglichen Chatverlauf nachgestellt. Der Form halber sind die Nachrichten auf Hochdeutsch wiedergegeben. Normalerweise finden diese in Mundart und mehrheitlich in Jugendsprache statt.

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