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Der Ebikoner Elterntarif für die Musikschule soll in allen Gemeinden gelten

Publiziert: 07.11.2016

Die sechs Gemeinden Buchrain, Dierikon, Ebikon, Gisikon, Honau und Root haben den Fusionsvertrag für eine gemeinsame Musikschule Rontal vorbereitet. Im November 2016 finden die Abstimmungen statt. Falls die Stimmberechtigten der Fusion zustimmen, startet die Musikschule Rontal am 1. August 2017. Die Trägergemeinde Ebikon hat vorgeschlagen, im ersten Betriebsjahr an den Ebikoner Musikschultarifen für Eltern festzuhalten. Das sind die günstigsten Tarife im Rontal.

Die Gemeinden Buchrain und Ebikon betreiben eigene Musikschulen. Root führt den Musikschulbetrieb zusammen mit Dierikon, Gisikon und Honau. Die Musikschulen im Rontal arbeiten seit Jahren erfolgreich zusammen. Beispiele für diese erfolgreiche Zusammenarbeit sind gemeinsame Orchester und Ensembles oder der Instrumentenparcours zum Testen für künftige Lernende. Auch Weiterbildungen für Musiklehrpersonen finden gemeinsam statt. Diese Zusammenarbeit der letzten Jahre hat die Gemeinden veranlasst, zu einer Musikschule im Rontal zu fusionieren. „Neben den musikalischen Vorteilen wie ein breiteres Instrumente- und Orchesterangebot für Lernende sollen auch qualitative sowie wirtschaftliche Synergiegewinne resultieren“, sagt der Ebikoner Gemeinderat Ruedi Kaufmann. „Die Qualität der Musikschule Rontal soll ab August 2017 mindestens den Status quo von Ebikon halten und laufend verbessert werden. Das zum bestehenden Ebikoner Musikschultarif für die Eltern, welcher der günstigste der drei Musikschulen ist“, führt Kaufmann aus.  

In fünf Gemeinden zahlen Eltern weniger
Ebikon ist als künftige Trägergemeinde der Musikschule Rontal zuständig für die Budgetierung. Derzeit bezahlen die Eltern in Ebikon am wenigsten für den Musikschulunterricht ihrer Kinder im Vergleich zu den Musikschulen Buchrain und Root (gemäss Tabelle 1). „Wir arbeiten im ersten Betriebsjahr am einheitlichen Fächerangebot und der gemeinsamen Qualität. Weil vieles vom Fächerangebot sowie den Standards von Ebikon von der Musikschule Rontal übernommen wird, schlagen wir vor, die Elterntarife von Ebikon beizubehalten. Diese sind die günstigsten. Wir können die Preise mit der Fusion in keiner der sechs Gemeinden erhöhen. Eine Preiserhöhung würde die Akzeptanz für die geplante Fusion schmälern“, sagt Gemeinderat Ruedi Kaufmann. Weil der Ebikoner Tarif am günstigsten ist, würden bei einer Annahme des Fusionsvertrags Eltern von fünf Gemeinden ab August 2017 weniger für den Musikschulunterricht bezahlen, wie die Tabelle 1 zeigt.

Tabelle 1: Bisherige Musikschultarife für Eltern pro Jahr und die neuen von Ebikon vorgeschlagenen Tarife ab August 2017.

Öffentlich orientieren
Die öffentliche Orientierungsversammlung zur Fusion Musikschule Rontal findet am Mittwoch, 9. November, um 19.30 Uhr in der Aula Wydenhof in Ebikon statt. Zusätzlich stellt die Gemeinde die Ergebnisse aus der Mitwirkung zum Thema „Zentrum Ebikon stärken“ und das weitere Vorgehen vor. Im Anschluss sind alle zum Apéro eingeladen. Die Gemeinde Ebikon hat im Vorfeld der Orientierungsversammlung auch alle involvierten Gemeinden für eine Infoveranstaltung zum Stand der Fusion eingeladen. Auch die Musiklehrpersonen haben am 26. Oktober an einer Veranstaltung teilgenommen und haben in einem Workshop ihre Stimmung zur Fusion sichtbar gemacht. Der Ebikoner Gemeinderat Ruedi Kaufmann betonte an beiden Veranstaltungen, dass der Musikschulunterricht weiterhin dezentral in den Wohngemeinden stattfindet.   

Synergien ausbauen – Doppelspurigkeiten abbauen
Die Musikschulen sind derzeit eigenständig organisiert und jede kommunale Behörde ist gemäss kantonaler „Verordnung über die kommunalen Musikschulen vom 27. April 2010“ verpflichtet, ein verantwortliches Gremium bzw. eine Musikschulkommission, für die Belange der Musikschule festzulegen. Jede Musikschule wird von einer Musikschulleitung geführt und gibt sich ein Leitbild, wie die Verordnung dies vorgibt. Derzeit gibt es im Rontal die Musikschul- und Bildungskommissionen Buchrain, Ebikon und Root auf strategischer Ebene und jede wird durch eine Musikschulleitung operativ geführt. Neben diesen Doppelspurigkeiten in der Leitung arbeiten viele Musiklehrpersonen an mehreren Musikschulen im Rontal. Damit eine Lehrperson mit mehreren Anstellungsverträgen nicht an jeder Musikschule dieselben Weiterbildungen und Konferenzen besuchen muss, nutzen die Musikschulen bereits heute Synergien und bieten diese Veranstaltungen gemeinsam an. Trotz dieser punktuellen Synergien fallen beim Personal beispielsweise folgende Doppelspurigkeiten an: Mitarbeitereinstellung, Arbeitsverträge, Entwicklung und Jahresgespräche mit Mitarbeitenden, monatliche Lohnzahlungen usw. Wer die Vorgaben gemäss Verordnung einhält, erhält Kantonsbeiträge. Im Moment rechnet jede Musikschule separat mit dem Kanton ab. Es gibt nicht nur Abrechnungen mit dem Kanton, sondern die Gemeinden rechnen jedes Orchester, Ensembles und Räume untereinander ab. Die Musikschulen haben unterschiedliche Tarife und je nach Wohngemeinde stehen unterschiedliche Fächerangebote bereit. „Weil die bisherigen Aufwände für diese Prozesse nicht im Detail berechenbar sind und nach der Fusion neue Dienstleistungen wie beispielsweise die Onlineanmeldung geplant sind, können die Synergieeffekte noch nicht im Detail beziffert werden. Nach dem ersten Betriebsjahr können die Synergien beziffert werden“, schliesst Gemeinderat Ruedi Kaufmann ab.

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