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Ausstellung "Mein Körper gehört mir"

Publiziert: 05.12.2016

Prävention vor sexuellem Missbrauch an Kindern

In der Schweiz sind viele Kinder Opfer von sexueller Gewalt: Gemäss Schätzung der Opferberatungsstelle des Kantons Luzern ist jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder zehnte bis zwölfte Junge betroffen. Nach der erfolgreichen Durchführung der Präventionsaktion vor zwei Jahren, sensibilisierte die Volksschule Ebikon in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Jugend und Familie (jufa) die Dritt- und Viertklässler erneut mit der interaktiven Ausstellung „Mein Körper gehört mir“.

Sexuelle Gewalt betrifft auch in der Schweiz erschreckend viele Kinder. Gemäss der Schätzung von Nicole Christen, Sozialarbeiterin bei der Opferberatungsstelle des Kantons Luzern, ist jedes vierte bis fünfte Mädchen und jeder zehnte bis zwölfte Junge im Alter von sieben bis zwölf Jahren betroffen. Bei der interaktiven Ausstellung „Mein Körper gehört mir“ erleben die Primarschüler ihren Körper. „Dabei steht nicht die Botschaft der sexuellen Gewalt im Zentrum, es geht vielmehr um die Stärkung der Kinder und den Umgang mit guten und schlechten Gefühlen. Die Kinder lernen ihren Willen zu äussern, sie dürfen auch Nein sagen“, erklärt Irène Odermatt, Schulsozialarbeiterin der jufa.

Lehrpersonen und Eltern mit dabei
An sechs Spielstationen setzten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen unter Führung durch sexualpädagogische Fachpersonen spielerisch mit wichtigen Präventionsprinzipien auseinander. Vor dem Ausstellungsbesuch haben die Klassenlehrpersonen ihre Klassen im Unterricht auf dem Thema vorbereitet. Für die Eltern fand gleichzeitig ein Elternabend zum Thema statt. Die Ausstellung motiviert somit die Lehrpersonen und Eltern, frühzeitig mit der Prävention von sexuellem Missbrauch und der Stärkung des Selbstbewusstseins der Kinder zu beginnen.

Rund 120 Personen am Elternabend 
Rund 120 Interessierte haben den Elternabend besucht. Nicole Christen, Sozialarbeiterin, informierte die Eltern zum Thema sexuelle Gewalt gegen Kinder und Katrin Huber, Animatorin der Fachstelle für Sexuelle Gesundheit Zentralschweiz, stellte die Spielstationen vor. Diese Spielstationen enthalten folgende Präventionsbotschaften: 

- Über deinen Körper bestimmst du allein.
- Deine Gefühle sind wichtig. Sie sagen dir, ob etwas in Ordnung ist für dich oder nicht.
- Es gibt angenehme und unangenehme Berührungen. Unangenehme Berührungen darfst du zurückweisen.
- Du hast das Recht, Nein zu sagen und dass deine Grenzen respektiert werden.
- Es gibt gute und schlechte Geheimnisse. Schlechte Geheimnisse solltest du unbedingt weitersagen.
- Sprich darüber, wenn dich etwas bedrückt und suche Hilfe.
- Du bist nicht schuld, wenn du es erlebst oder erlebt hast, dass ein Erwachsener deine Grenzen verletzt.

Eltern können ihre Kinder stärken, indem sie diese Präventionsbotschaften zu Hause ebenfalls kommunizieren und vorleben.

Altersgerechte Sensibilisierung
„Die Ausstellung war auch bei der zweiten Durchführung wiederum ein voller Erfolg“, sagt Irène Odermatt von der jufa. „Die Rückmeldungen von allen Seiten sind positiv, obwohl vor Beginn der Ausstellung einige Befürchtungen einer zu frühen Aufklärung geäussert wurden. Der Erfolg der Ausstellung basiert auf dem Einbezug der unterschiedlichen Anspruchsgruppen und der spielerischen Auseinandersetzung mit dem Thema“, führt Odermatt weiter aus.   

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05.12.2016
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