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Kunst im Kindergarten Höfli 2 "Innenausseninnen"

Publiziert: 26.06.2020

In Anlehnung an die Ausstellung Marion Baruch`s «Innenausseninnen» beschäftigen sich die Kinder mit verschiedenen Innen- und Aussenräumen, sowie mit der Umgestaltung gebrauchter Textilien.

Eigentlich wäre eine Führung für Kinder im Kunstmuseum Luzern geplant gewesen. Wegen der Schulschliessung konnte diese leider nicht durchgeführt werden. Anstatt dessen wurde den Kindern Bilder über den Beamer gezeigt. Darauf waren verschiedene Stoffe zu sehen, die in den leeren Museumsräumen aufgehängt wurden. Was seht ihr darauf? Aus welchem Material könnte das sein? Wozu wurde das gemacht? Auf den ersten Blick sehen sie wie Gänge und Höhlen aus, manchmal wie Festgirlanden. Es sind jedoch Stoffabschnitte aus der Textilindustrie, die auf das unsinnige Wegwerfen und Neu- produzieren von Kleidern aufmerksam machen sollen... 

Noch vor der Betrachtung der Ausstellung, beschäftigen sich die Kinder anhand einer Geschichte mit der Welt von Tieren, die unter der Erde und schliesslich über der Erde leben (Engerling, Raupe).

Begeistert bauen sie im Kindergarten Höhlen und Gänge. In der Pause graben sie in der Erde weiter, in der Hoffnung, die Tiere oder wenigstens ihre Höhlen und Gänge unter der Erde inklusive „Vorratskammern“ zu entdecken. Vor allem die Würmer „Schnurps und Knurps“ haben es ihnen angetan.  

Die Kinder sehen, dass die Welt je nach Ort, wo man lebt, ganz anders aussehen kann. Auch in der Ausstellung geht es um verschiedene Innen- und Aussenräumen und um ungewohnte Perspektiven, zudem erinnern die Stoffe in der Ausstellung an Gänge und Höhlen unter der Erde.

Das Einnehmen einer anderen Perpektive bedeutet hier, sich Fragen zu stellen: Wieso werden soviele Stoffe und Kleider weggeworfen? Wie entstehen sie? Was könnte stattdessen gemacht werden?

Anhand eines «Loch-Ateliers» üben die Kinder verschiedene Techniken zum  Anfertigen und Wieder-Verbinden von Löchern (bohren, lochen, knöpfen, einfädeln...). Fasziniert sind die Kinder von den verschiedenen Lichtexperimenten, die dadurch möglich werden.

Nach der Betrachtung der Aussetellungsbilder entwickeln die Kinder aufgrund der gewonnenen Kenntnisse Ideen, was aus alten Kleidern neues entstehen könnte.

Die Kinder bringen gebrauchte Kleider von zuhause mit in den Kindergarten. Sie verkleiden sich, schneiden, leimen, knöpfen oder nähen die Stoffe zusammen, einige wissen bereits wie Zöpfe geflochten werden  oder üben zu weben. Vieles braucht Hilfe und ist gar nicht so schnell und einfach umsetzbar. Einige Ideen und Projekte gehen deshalb auch bald wieder vergessen.

Andere Erkenntnisse und Eindrücke bleiben jedoch und werden vielleicht schon bald wachgerufen.

Bericht und Fotos, Laura Müller Lehrperson Kindergarten Höfli 2

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26.06.2020
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