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Schulen brauchen mehr Schwimmlektionen im Hallenbad Schmiedhof

Publiziert: 02.02.2017

Die Volksschule Ebikon sowie die Schulen der umliegenden Gemeinden brauchen aufgrund des Lehrplans 21 mehr Schwimmlektionen im Hallenbad Schmiedhof.

Ab Sommer 2017 führen die Volkschulen im Kanton Luzern den Lehrplan 21 ein. Mit dem Lehrplan 21 wird der Schwimmunterricht neu obligatorisch. Ziel ist, dass alle Schüler den Wasser-Sicherheits-Check Ende vierte Klasse bestehen. Aufgrund der zunehmenden Schwimmlektionen der Volksschulen in Luzern Ost und der erhöhten Nachfrage an Wasserfläche im Hallenbad Schmiedhof, musste die Gemeinde Ebikon den Belegungsplan anpassen. Betroffen davon sind private Untermieter, welche Kurse anbieten. Die öffentliche Nutzung bleibt bestehen.

Mit der Einführung vom Lehrplan 21 an den Volksschulen im Kanton Luzern wird ab Schuljahr 2017/18 der Schwimmunterricht obligatorisch. Während der dritten und vierten Klasse sieht der Lehrplan 21 mindestens neun bis maximal 18 Mal Schwimmunterricht pro Schuljahr je Klasse vor. Ende der vierten Klasse sollen Schüler den Wasser-Sicherheits-Check absolvieren: Ins Tiefe Wasser purzeln, sich eine Minute an Ort über Wasser halten und 50 Meter schwimmen. „Die Vorgaben haben zur Folge, dass die Volksschule Ebikon mehr Lektionen im Hallenbad Schmiedhof braucht. Weiter verzeichnen wir die nächsten Jahre mehr Schüler in der dritten und vierten Klasse. 2017 werden wir zwölf Klassen haben und 2019 bereits 14“, sagt Olivier Prince, Rektor Volksschule Ebikon. Auch die Gemeinden rund um Ebikon ohne Hallenbad haben zusätzlichen Bedarf für die Volksschulen. „Die Gemeinde Ebikon als Hauptmieterin des Hallenbads Schmiedhof hat aufgrund des Lehrplans 21 Gespräche mit den Gemeinden in Luzern Ost geführt. Die Untermieter haben Mitte Dezember 2016 an einer Informationsveranstaltung teilgenommen, an welcher wir sie über die Auswirkungen vom Lehrplan 21 orientiert haben. Leider haben wir nicht genügend Wasserfläche in Ebikon, um der gesamten Nachfrage der Gemeinden und privaten Untermieter gerecht zu werden“, erklärt Hans Peter Bienz, Ebikoner Gemeinderat Ressort Planung & Bau. „Wir müssen den Belegungsplan ab August 2017 anpassen, denn für die zehn privaten Untermieter stehen anstelle von heute 50 Lektionen nur noch 40 Lektionen zur Verfügung. Konkret hat das zur Folge, dass es zeitliche Verschiebungen, Reduktionen von Lektionen und vier Vertragsauflösungen gibt“, so Bienz. Die öffentliche Nutzung am Mittwoch von 13.00 bis 21.00 Uhr sowie am Samstag von 08.00 bis 14.00 Uhr bleibt wie bis anhin bestehen.

LuzernPlus evaluiert neue Hallenbadstandorte und mögliche Trägerschaft
Alle Gemeinden in Luzern Ost (Buchrain, Dierikon, Ebikon, Gisikon, Honau, Inwil und Root) sowie umliegende Gemeinden entwickeln sich und die Bevölkerung nimmt in den nächsten Jahren aufgrund der regen Bautätigkeit zu. Diese Entwicklung löst eine zusätzliche Nachfrage an Wasserfläche aus. Deshalb haben die Gemeinden LuzernPlus als Gemeindeverband bzw. das Gebietsmanagement LuzernOst  beauftragt, Standorte für einen Hallenbadneubau und die mögliche Trägerschaft zu evaluieren. „Mit dem Projektauftrag soll die Machbarkeit, Trägerschaft und Wirtschaftlichkeit eines gemeinsamen Hallenbads geklärt werden. Dabei geht es in erster Linie darum, einen Standort zu evaluieren und die Trägerschaft abzuklären. Standortkriterien sind die Verfügbarkeit des Grundstücks und dessen Umfeld, Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Parkierung“, sagt Nathalie Mil, Gebietsmanagerin LuzernOst.

Gemeinden arbeiten zusammen
„Für die Gemeinde Ebikon ist eine gemeindeübergreifende Hallenbadnutzung von Bedeutung, denn das Hallenbad Schmiedhof stammt aus dem Jahr 1973 als noch 7‘700 Einwohner in Ebikon wohnten. Heute leben 13‘500 in Ebikon und die Nachfrage ist grösser als das Wasserflächenangebot. Mit dem Lehrplan 21 verstärkt sich diese Tendenz. Bei der aktuellen Finanzlage ist es für die Gemeinde Ebikon jedoch nicht prioritär, einen Hallenbadneubau und dessen Betrieb aus eigener Kraft zu stemmen“, führt Gemeinderat Hans Peter Bienz aus. „Bedauerlicherweise mussten wir wegen zu wenig Wasserfläche und zu kurzfristiger Anfragen einzelnen Gemeinden absagen, welche für ihre Volksschule das Hallenbad Schmiedhof nutzen wollten. Diese Absagen und auch die Kürzungen von Lektionen an private Untermieter aufgrund des Lehrplans 21 bedauern wir sehr. Mit dem gemeinsamen Projekt für einen Hallenbadneubau gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden unter Federführung von LuzernPlus. Ziel ist, dass es in einigen Jahren mehr Wasserfläche gibt“, schliesst Bienz ab. 

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02.02.2017
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