Schulzentrum Ost

Kostengünstiger, moderne Gebäudestandards und kein Risiko einer Altlastensanierung — die Argumente für einen Neubau des Schulzentrums Ost überwiegen klar. Für den Gesamtgemeinderat ist damit die Option Totalsanierung der mit Naphthalin belasteten Schule Höfli vom Tisch.

Heute gehen in der Gemeinde Ebikon rund 1‘470 Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe zur Schule. Dass sich diese Zahl in den nächsten Jahren deutlich vergrössern wird, zeigen Prognosen des Kantons Luzern. Bis 2035 wird mit rund 500 Schülerinnen und Schülern mehr in Ebikon gerechnet. Für diesen Zuwachs sprechen folgende Aspekte: Einerseits verzeichnete Ebikon in den vergangenen beiden Jahren überdurchschnittliche Geburtenraten, andererseits ist wegen Bauvorhaben mit Zuzügerinnen und Zuzügern zu rechnen.

Provisorium lässt sich während der Neubauphase nutzen

Um diesem Wachstum mit der Schulraumplanung gerecht zu werden, standen fürs Schulzentrum Ost (Feldmatt/Höfli) die beiden Varianten „Abbruch und Neubau“ contra „Totalsanierung und Zusatzbauten“ zur Debatte. Nun hat sich der Gemeinderat für die Strategie Neubau entschieden. Konkret für das sogenannte Konzept 1A, dass den Neubau Höfli und die Erweiterung Feldmatt vorsieht. Für Andreas Michel, Gemeinderat Bildung, überwiegen die Vorteile der Strategie Neubau. „Machbarkeitsstudien zeigen, dass die Kosten geringer ausfallen als bei einer Sanierung“, sagt er. „Weitere Vorteile sind modernste Gebäudestandards, eine grosszügige Spielwiese zwischen dem Neubau Höfli und dem Schulhaus Feldmatt oder, dass die heutigen provisorischen Schulbauten während der Bauphase genutzt werden können. Dieses Provisorium hätte dagegen bei der Totalsanierung verschoben werden müssen. Was wiederum Mehrkosten von rund 680‘000 Franken bedeutet hätte.

Erhebungen zeigen sogar, dass ein Neubau gut 1,8 Millionen Franken günstiger kommt als eine Sanierung. Zudem schwingt bei einem Neubau der mit Naphthalin belasteten Schule Höfli auch kein Risiko einer Altlastensanierung mit. Noch lässt sich nur abschätzen, wie viel der Neubau Höfli samt Erweiterung Feldmatt kostet. Gerechnet wird mit rund 44 Millionen Franken plus/minus 25 Prozent. Mit dem Entscheid Neubau Höfli und Erweiterung Feldmatt wird die Schulraumstrategie weiterverfolgt, wonach es in Zukunft ein Campus Zentrum (SH Wydenhof/Zentral/Sagen), ein Schulzentrum Ost (Feldmatt/Höfli) und eine Einheit West (Bereich Inner-/Ausserschachen) geben wird. Die Kindergärten sollen in den Quartieren dezentral bestehen bleiben.

„Investition in die Standortattraktivität“

Für Gemeinderat Andreas Michel steht fest: „Der Neubau Höfli und die Erweiterung Feldmatt sind eine wichtige Investition in unsere Jugend und somit unsere Zukunft. Es ist aber auch eine wichtige Investition in die Standortattraktivität der Gemeinde Ebikon.“ In einem nächsten Schritt kommt es zu einem offenen Wettbewerb ohne Präqualifikation. Voraussichtlich findet die Wettbewerbsausschreibung im Frühling 2022 statt. Das Schulzentrum Ost soll aufs Schuljahr 2026/27 in Betrieb genommen werden.