Direkt zum InhaltDirekt zur Navigation

Navigation
  • News
  • Bevölkerungsbefragung liefert Erklärungen für Weichle-Nein

Bevölkerungsbefragung liefert Erklärungen für Weichle-Nein

Publiziert: 22.08.2019

Die Ebikoner Stimmbevölkerung sagte im Februar 2019 deutlich Nein zur Überbauung Weichle. Um die Gründe für diese Ablehnung zu verstehen, lud der Gemeinderat die 8‘867 stimmberechtigten Ebikonerinnen und Ebikoner zu einer breit angelegten Bevölkerungsbefragung ein. Die Ergebnisse zeigen: Ebikon wird als eine attraktive Gemeinde wahrgenommen, in welcher der Gemeinderat sich für das Wohl der Bevölkerung einsetzt. Die Überbauung Weichle wurde primär aufgrund der Grösse des Projektes abgelehnt. Zudem befürchteten die Gegner der Vorlage eine Zunahme leerstehender Wohnungen.

In der Zeit vom 18. Mai bis 22. Juni 2019 nahmen 1‘150 Ebikonerinnen und Ebikoner an der Befragung teil. Neben der Evaluation der Gründe, die zur Ablehnung der Vorlage zum Projekt Weichle führten, befragte der Gemeinderat die Stimmbevölkerung zum politischen System in Ebikon. Die Befragungsergebnisse werden im Herbst 2019 mit Fachexperten vertieft, um die langfristige Ortsplanung im Sinne der Ebikoner Bevölkerung zu justieren. Danach folgt der Dialog mit und die Validierung durch die politischen Anspruchsgruppen innerhalb der Gemeinde.

Kein weiteres Grossprojekt in Ebikon
Die Wichtigkeit der Vorlage zur Überbauung Weichle wurde von den Ebikonerinnen und Ebikoner als hoch wahrgenommen und hat entsprechend grosses Interesse ausgelöst. Die Befragungsergebnisse zeigen deutlich, dass der Wegzug des M-Parc nach wie vor sehr bedauert wird. Die Mehrheit der Befragungsteilnehmenden ist der Ansicht, dass Ebikon kein weiteres Grossprojekt braucht. Zudem zweifelte man daran, mit der geplanten Überbauung attraktive Steuerzahler anziehen zu können. Die Analyse der Befragungsergebnisse zeigt, dass die Vorlage am deutlichsten von den Frauen abgelehnt wurde. Kritisch waren auch die Altersgruppen der 40 bis 49-jährigen sowie der Generation mit Jahrgang 1959 und älter. Bei der Betrachtung der parteipolitischen Gesinnung zeigt sich, dass die Vorlage die grösste Unterstützung aus den Reihen der SP, GLP und FDP erhielt.

Generationen-Gap bei der Frage nach dem optimalen politischen System
Eine deutliche Mehrheit erachtet Ebikon als attraktive Wohngemeinde. Ebenso wird die Arbeit des Gemeinderats positiv beurteilt – insbesondere in Bezug auf das Engagement zum Wohle der Gemeinde sowie zur Präsenz in der Öffentlichkeit. Optimierungspotenzial zeigt sich in der vorausschauenden Planung des Gemeinderats und in dessen Kommunikation. Zudem wird noch mehr Bürgernähe vom Gemeinderat gewünscht. Die Ebikoner Stimmbevölkerung legt viel Wert auf die Erhaltung von Gewerbeflächen und wünscht keine weitere Einzonung von Grünflächen. Zum politischen System gehen die Meinungen weiter auseinander: Während die jüngeren Generationen am heutigen Kommissionenmodell festhalten wollen, wünschen sich die über 60-jährigen einen Einwohnerrat. Gleiches gilt bei der Frage zum Geschäftsführer-Modell. Auch hier wollen die bis 40-jährigen am derzeitigen Modell festhalten, während die ältere Generation einen Gemeinderat im Hauptamt wünscht. Welches Modell in Ebikon in Zukunft angewendet wird, liegt im Ermessen der Bevölkerung. Ein überparteiliches Komitee sammelt gegenwärtig Unterschriften für die Einführung eines Einwohnerrats.

Download der Befragungsergebnisse
Die vollständigen Befragungsergebnisse stehen Ihnen unter www.ebikon.ch/befragung zum Download zur Verfügung.

abgelegt unter: