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Ebikon kündigt RKK-Mitgliedschaft und setzt sich für neues solidarisches Modell ein

Publiziert: 03.02.2020

Die Gemeinde Ebikon hat nach sorgfältigen Abwägungen beschlossen, die Mitgliedschaft bei der Regionalkonferenz Kultur Region Luzern (RKK) per 31. Dezember 2021 zu künden. Die finanzielle Lage der Gemeinde ist bei diesem Entscheid nur ein zweitrangiger Faktor. Ebikon will mit dem Austritt bewirken, dass die Finanzierung der RKK nachhaltig und solidarisch gesichert werden kann – und bietet Hand in der Erarbeitung einer solchen Lösung. 

Die Mitgliedsgemeinden der RKK verfolgen das gemeinsame Ziel, das regionale Kulturangebot im Raum Luzern zu fördern. Seit 2008 unterstützt die RKK die regionale Kultur jährlich mit rund 1 Million Franken. Von dieser Unterstützung profitieren Kulturinstitutionen wie beispielsweise das Kleintheater, der Südpol oder das Museum im Bellpark.

Ebikon tritt als siebte Gemeinde von der RKK zurück
Der Ebikoner Gemeinderat prüft regelmässig sämtliche Mitgliedschaften der Gemeinde Ebikon und hinterfragt diese in Bezug auf Kosten und Nutzen. Im Rahmen dieser Überprüfung stellte er fest, dass sich seit 2016 immer mehr der Mitgliedsgemeinden aus der RKK verabschiedeten. Im Dezember 2019 kündigte auch die Gemeinde Ebikon als siebte Gemeinde ihre Mitgliedschaft. „Wir haben diesen Entscheid lange und intensiv diskutiert“, sagt Daniel Gasser, Gemeindepräsident Ebikon, und erklärt: „Uns ist die regionale Kulturförderung ein grosses Anliegen. Die RKK ist ein schweizweit einzigartiges Modell der Kulturförderung, von der die ganze Region profitiert. Doch das heutige Modell funktioniert nicht mehr. Mit unserem Austritt wollen wir den Prozess zu einem nachhaltigen, solidarischen und fairen Modell anstossen.“

Revision des kantonalen Kulturförderungsgesetzes als Chance
Dass das regionale Solidaritätswerk für Kultur in den letzten Jahren stark unter Druck geraten ist, hat auch die RKK dazu veranlasst, die bestehenden Strukturen zu hinterfragen. Bereits letztes Jahr hat sie erste Lösungsansätze mit LuzernPlus ausgearbeitet. Die Gemeinde Ebikon sieht in der für dieses Jahr anstehenden Revision des kantonalen Kulturförderungsgesetzes die Chance, die regionale Kulturförderung grundsätzlich neu zu denken und die Kulturlasten solidarisch zu verteilen. „Mit dem Austritt aus der RKK wollen wir anstossen, was unausweichlich ist. Es gibt zu viele Gemeinden, die ihre solidarische Pflicht in der Kulturförderung nicht oder nicht mehr wahrnehmen. Während unserer zweijährigen Kündigungsfrist wollen wir uns aktiv im Lösungsfindungsprozess beteiligen und so zu einem gemeinschaftlichen und fairen Beteiligungsmodell beitragen“, so Gasser, der neben seiner Funktion als Gemeindepräsident der Gemeinde Ebikon auch Präsident der RKK ist. Gelingt es der RKK, eine neue überregionale  und solidarische Vereinbarung zu erarbeiten, so wird Ebikon diese mit Überzeugung sowohl finanziell wie auch ideell mittragen.

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