Direkt zum InhaltDirekt zur Navigation

Navigation
  • News
  • Ebikon sagt Nein zum Bebauungsplan Weichle

Ebikon sagt Nein zum Bebauungsplan Weichle

Publiziert: 10.02.2019

Die Ebikoner Stimmbevölkerung lehnt die Teilzonenplanänderung und den Bebauungsplan Weichle mit 58.7 Prozent Nein-Stimmen ab. Damit wird auf dem Weichle-Areal kein urbanes Quartier mit Wohnungen, Dienstleistungs- und Gewerbeflächen gemäss dem erarbeiteten Richtprojekt entstehen. Wie es nun auf dem Areal Weichle weitergeht, ist offen. Die zweite Vorlage zur redaktionellen Korrektur der Gemeindeordnung der Gemeinde Ebikon ist mit 72.1 Prozent angenommen worden.

Das Weichle-Projekt war eine der Vorlagen, die die Bevölkerung von Ebikon so stark bewegte wie kaum eine Vorlage zuvor. Entsprechend hoch war die Stimmbeteiligung an diesem Abstimmungssonntag: 43.8 Prozent der stimmberechtigten Bevölkerung hat von ihrer demokratischen Mitwirkungsmöglichkeit Gebrauch gemacht.

Zu gross, zu hoch, zu dicht?
Die Entwicklung auf dem Gebiet Weichle hätte ein neues Quartier mit Wohnungen, Dienstleistungs- und Gewerbefläche vorgesehen. Doch die Stimmbevölkerung sagte heute Nein zu diesen Plänen. Die Argumente der Befürworter, die ein qualitatives Wachstum mit dem Bebauungsplan Weichle anstrebten, konnten die Mehrheit der stimmenden Bevölkerung nicht überzeugen. Waren die Pläne zu gross, zu hoch und zu dicht? Hans Peter Bienz, Gemeinderat und Ressortvorsteher Planung und Bau, kennt die Antwort noch nicht: „Die effektiven Gründe, die zu diesem Abstimmungsresultat führten, müssen nun vertieft analysiert werden.“

Zukunft des Weichle Areals ungewiss
Wie es nach dem heutigen Verdikt der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit den leerstehenden Gebäuden auf dem Weichle-Areal weiter geht, ist offen. Die Genossenschaft Migros Luzern wies stets darauf hin, über kein Konzept zur alternativen Nutzung oder Weiterentwicklung ihrer Infrastruktur zu verfügen. Die Gemeinde will nun möglichst bald das Gespräch mit den Grundeigentümern suchen: „Als Gemeinde ist es uns ein Anliegen, Baubrachen auf einem so zentralen Areal wie der Weichle verhindern zu können.“, so Bienz.

Ja zur redaktionellen Korrektur der Gemeindeordnung
Die Stimmberechtigten sagen mit 72.1 Prozent Ja zur Korrektur von Art. 27 Abs. 2 lit. c der Gemeindeordnung. In diesem Artikel ist die Ausgabekompetenz des Gemeinderates für freibestimmbare Ausgaben geregelt. Die Stimmberechtigten müssen unverändert Ausgaben der Gemeinde bewilligen, die 10 Prozent der Steuererträge der Gemeinde überschreiten. Die bestehende Differenz zur Finanzkompetenz des Gemeinderates, welche aufgrund eines redaktionellen Fehlers bei 5 Prozent der Steuererträge lag, wurde mit dem heutigen Ja zur Korrektur der Gemeindeordnung beseitigt.

abgelegt unter: