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Ebikon startet Mitwirkung beim Bebauungsplan Weichle - dem heutigen MParc Areal

Publiziert: 07.02.2017

Auf den rund 23‘000 Quadratmetern Fläche im Gebiet Weichle, dort wo sich heute der MParc und die alte Landi befinden, sollen bis zu 260 neue Wohnungen entstehen. Die heute gewerblich genutzte Fläche soll in das Quartier Qube mit Wohnnutzung und Kleingewerbe umgebaut werden. Der Bebauungsplan befindet sich derzeit beim Kanton Luzern in der Vorprüfung. Die Bevölkerung ist zur öffentlichen Mitwirkung eingeladen: Meinungen sind schriftlich bei der Gemeinde Ebikon einzubringen bis am 22. März 2017.

Auf dem Areal Weichle befinden sich heute das Einkaufscenter MParc der Migros Genossenschaft Luzern, die alte Landi, die Rank-Garage Niederberger und die Weinhandlung der Vino Vintana AG. Mit dem Bebauungsplan Weichle soll ein komplett neues Quartier mit Lebens-, Arbeits- und Begegnungsräumen entstehen, welches den Bedürfnissen einer modernen und mobilen Gesellschaft Rechnung trägt. Das Vorhaben ist eingebunden in die geplante Ortsentwicklung Ebikons und stützt sich auf den Masterplan. Es folgt dem Ziel der Gemeinde, die Langsamverkehrsachse Löwen-Riedmatt-Weichle mit eingebundenem Bushub und Bahnhof zu stärken und das Gesamtbild der Gemeinde aufzuwerten.

Beim Bebauungsplan mitwirken
Als nächste Schritte auf dem Weg bis zur Genehmigung des Bebauungsplans Weichle durch die Ebikoner Stimmbevölkerung stehen derzeit die kantonale Vorprüfung und die öffentliche Mitwirkung an. Alle Unterlagen sowie das Modell liegen vom 9. Februar bis 22. März 2017 bei der Gemeinde Ebikon an der Riedmattstrasse 14 auf. Online sind die Unterlagen zum Bebauungsplan unter ebikon.ch zu finden. Meinungen können schriftlich bei der Abteilung Planung & Bau eingereicht werden. Die öffentliche Auflage mit Einsprachemöglichkeit erfolgt nach der kantonalen Vorprüfung sowie der Mitwirkung. Danach gelangt der Bebauungsplan an die Urne.

Masterplan als Grundlage
Seit April 2015 ist der Masterplan Ebikon als strategisches Führungsinstrument im Einsatz. Durch den Masterplan werden Eckdaten für den Städtebau, die Gestaltung der Strassenräume und der öffentlichen Räume über das gesamte Gemeindegebiet definiert. Eine siedlungsverträgliche Kantonsstrasse sowie eine hohe Aufenthaltsqualität im Zentrum sind Themen des Masterplans. Das Gebiet Weichle ist im Masterplan Teil des Bands „Stadt Ebikon“. Dieses Siedlungsband charakterisiert den Raum als städtisches, erlebnisdichtes Zentrum mit einem vielfältigen Angebot an Arbeitsplätzen, Dienstleistungen, Wohnungen und öffentlichen Bauten sowie einer feinmaschigen Durchwegung. Im südwestlichen Bereich des Gebiets Weichle sieht der Masterplan zudem einen Hochpunkt an der Kantonsstrasse vor. Aufgrund des Masterplans kam die Gemeinde Ebikon zur Ansicht, dass der Bebauungsplan aus dem Jahr 1994 nicht mehr den Vorstellungen der wünschbaren Entwicklungen entspricht und überarbeitet werden sollte. Im Auftrag der Migros Luzern haben Hosoya Schaefer Architects zusammen mit der Studio Vulkan Landschaftsarchitektur das neue Quartier Qube entworfen (www.qube-ebikon.ch). Das Quartier Qube wird in enger Abstimmung mit der Gemeinde und unter Berücksichtigung des Masterplans geplant.

Wohnquartier bringt weniger Verkehr
Im Quartier Qube sollen moderne Wohnungen für unterschiedliche Haushaltstypen sowie Ateliers, Büroräume und Kleingewerbeflächen entstehen. Im Richtprojekt, das als Basis für den Bebauungsplan dient, sind die Obergeschosse mehrheitlich dem Wohnen zugeteilt. Über alle Gebäude sind traditionelle Drei- und Vierzimmerwohnungen geplant. Überhohe Erdgeschosse entlang den Strassen eignen sich für öffentliche, gemeinschaftliche und gewerbliche Nutzungen. Das geplante Hochhaus mit 55 Metern könnte beispielsweise im Erdgeschoss ein Café unterbringen, im benachbarten Terrassenhaus wäre ein Quartierladen möglich. In den ersten Obergeschossen dieser Gebäude finden sich Büroflächen für Dienstleister wie beispielsweise eine Arztpraxis. Für die Überbauung sind 265 Parkplätze vorgesehen. Heute umfassen die Tiefgarage beim MParc und der Aussenbereich, inklusive Landiareal, 500 Parkplätze. Aufgrund der Verlagerung von Verkaufsfläche in Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsfläche sowie der guten öV-Anbindung mit Bahnhof und neuem Bushub ist diese Parkplatzreduktion möglich. Daher wird das Wohnquartier deutlich weniger Verkehr generieren als der Betrieb des Einkaufscenters MParc.

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