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Ebikoner Gemeinderat reduziert sein Pensum

Publiziert: 28.01.2015

Der Gemeinderat stellt die bisherige Gemeindeschreiberin Pia Maria Brugger Kalfidis als neue Geschäftsführerin vor.

Der Gemeinderat von Ebikon konzentriert sich künftig auf die strategische Führung der Gemeinde und setzt operativ auf das Geschäftsleitungsmodell. Als Folge dieser Neuorganisation reduziert der Gemeinderat sein Pensum. Auch bei der Wahl des Gemeinderates und der gestärkten Kommissionen geht Ebikon neue Wege, um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen.

Im Frühjahr 2014 hat der Gemeinderat entschieden, dass er sich künftig auf die strategische Führung und Weiterentwicklung der Gemeinde konzentrieren wird. Dazu gehören auch die politische Vernetzung und repräsentative Auftritte. Die vier Gemeinderäte ohne Präsidium werden als Konsequenz daraus die eigenen Pensen für die Legislatur ab Herbst 2016 auf 30 Stellenprozente reduzieren. Der Gemeindepräsident wird ein Pensum von 35 Prozent haben. Die Mitglieder des Gemeinderates wollen sich auch nicht mehr in ein Ressort wählen lassen, sondern nach der Wahl die Ressorts zuweisen. Einzig der Gemeindepräsident soll weiterhin durch die Stimmberechtigten gewählt werden.

Gemeindeschreiberin übernimmt Geschäftsführung
Die strategische Ausrichtung des Gemeinderats stellt neue Ansprüche an die operative Verwaltungsführung. Aus diesem Grund nimmt der Gemeinderat Veränderungen in der Organisationsstruktur der Gemeindeverwaltung vor und hat beschlossen, per 1. April 2016 eine Geschäftsleitung mit Geschäftsführerin einzusetzen. Als neue Geschäftsführerin ist Pia Maria Brugger Kalfidis vom Gemeinderat gewählt. „Pia Maria Brugger Kalfidis arbeitet seit 2011 erfolgreich als Gemeindeschreiberin und Leiterin der Präsidialabteilung für die Gemeinde Ebikon. Ab April 2016 ist sie für die gesamte operative Verwaltungsführung verantwortlich. Während der Zeitspanne bis zur Einführung bereiten die Mitglieder der Geschäftsleitung die organisatorischen Veränderungen und Kompetenzregelungen vor“, sagt Gemeindepräsident Daniel Gasser.

Geschäftsleitung den Mitarbeitenden vorgestellt
„Neben der Geschäftsführerin hat der Gemeinderat auch die sechs Geschäftsleitungsmitglieder bestimmt und vor einer Woche den Mitarbeitenden vorgestellt“, ergänzt Gasser. Als weitere Geschäftsleitungsmitglieder der Abteilungen sind gewählt: Roland Baggenstos (Einwohnerdienste), Nicole Imfeld (Planung & Bau), Olivier Prince (Bildung), Christiane Scherwey (Gesellschaft & Soziales), Stefan Wanner (Finanzen & Controlling) und Marianne Wimmer (Zentrum Höchweid).

Politische Mitwirkung stärken
Ende November 2014 haben die Stimmberechtigten die Initiative zur Einführung eines Einwohnerrates mit knapp 70 Prozent  deutlich abgelehnt. Nach dieser Klärung bereitet die Spezialkommission (SpeKo) unter der Leitung von Präsident Kurt Sidler die Revision der bestehenden Gemeindeordnung vor. Diese sieht vor, dass die politische Mitwirkung verstärkt und das heutige Kommissionenmodell weiterentwickelt wird. Heute werden die Controlling-Kommission, die Bildungskommission und die Bürgerrechtskommission durch die Stimmberechtigten gewählt. Der Gemeinderat schlägt vor, dass diese drei und neu auch die Planungs-, Umwelt- und Energiekommission durch das Volk gewählt werden. Neu geschaffen werden soll zudem die Kommission für Gesellschaftsfragen, welche ebenfalls durch das Volk gewählt wird. Auch die Kommissionspräsidien sollen neu per Urne bestellt werden. Bis anhin haben fast durchwegs die Gemeinderäte die Kommissionen präsidiert. Die SpeKo folgt den Vorschlägen und empfiehlt weiter, dass alle Kommissionen künftig neun Mitglieder aufweisen.

Personenwahl bei Kommissionen
Weiter schlägt die SpeKo vor, dass die Wahlen der Kommissionen im Majorzverfahren durchgeführt werden. Das bedeutet, dass der Fokus auf der Personenwahl liegt und damit auch Personen bei den Wahlen mitwirken können, die parteilos sind. Der Wahltermin soll mit demjenigen des Gemeinderates zusammenfallen und der Amtsantritt der Kommissionen gleichzeitig auf den Beginn der Legislatur der Gemeinderäte erfolgen (erstmals am 1. September 2016). „Den SpeKo Mitgliedern ist es wichtig, dass die Öffentlichkeit künftig über die Beratungen der Kommissionen informiert wird. Es ist deshalb vorgesehen, dass Medienmitteilungen nach den Kommissionssitzungen publiziert werden können und ein Kurzprotokoll auf der Webseite der Gemeinde Ebikon erscheint“, sagt SpeKo Präsident Kurt Sidler.

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