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Nächste Schritte zur Optimierung des Gesamtverkehrs in Luzern Ost

Publiziert: 06.11.2017

Die Botschaft zur Trolleybus-Verlängerung und zum Bushub Ebikon wurde bereits im September 2017 vom Regierungsrat an den Kantonsrat überreicht; der Kantonsrat entscheidet Anfang 2018 über die beiden Sonderkredite.

Die Mobilität in der Region Luzern Ost steht wegen des prognostizierten Wachstums vor Herausforderungen. Durch das Projekt "Optimierung Gesamtverkehr Luzern Ost" soll die Mobilität im Entwicklungsschwerpunkt auch zukünftig gewährleistet werden. Erste Projektbestandteile stehen nun kurz vor der Umsetzung, weitere Projekte sind in Planung.

Die vier Partner Kanton Luzern, Gemeinde Ebikon, Verkehrsverbund Luzern und LuzernPlus realisieren in Zusammenarbeit mit der Verkehrsbetriebe Luzern AG fünf aufeinander abgestimmte Projekte, um die Mobilität in Luzern Ost zu optimieren. Der Start zum gemeinsamen Projekt "Optimierung Gesamtverkehr Luzern Ost" erfolgte im März 2016. Ziel des Projekts ist eine zukunftsfähige Mobilität in Luzern Ost für den Langsamverkehr, den öffentlichen Verkehr sowie den motorisierten Individualverkehr, damit das prognostizierte Siedlungs- und Mobilitätswachstum bis 2030 von mehr als 30 Prozent abgewickelt werden kann.

Gesamtverkehrskonzept Luzern Ost
Im Rahmen des Projekts zur Optimierung des Gesamtverkehrs wurde ein Gesamtverkehrskonzept (GVK) erarbeitet. Darin wurde eine Strategie festgelegt, wie die Verkehrszunahme unter Berücksichtigung der Siedlungsentwicklung bewältigt werden kann. Mögliche Massnahmen sind beispielsweise eine flächendeckendere Verkehrssteuerung, das Bewirtschaften von Parkplätzen und Erstellen von Mobilitätskonzepten. Auch der Ausbau des Busangebots sowie die Stärkung des Langsamverkehrsnetzes gehören zu den Massnahmen. Der öffentlichen Verkehrs und der Langsamverkehr sollen zukünftig einen beachtlichen Anteil des prognostizierten Mehrverkehrs aufnehmen.

Kantonsstrasse als wichtige Verkehrsachse
Die Kantonsstrasse K17 bildet eine wichtige Erschliessungsachse für die Region Luzern Ost. Diese Achse soll im Abschnitt Einmündung Schlösslistrasse bis zur Weichlenstrasse angepasst und erneuert werden, um die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems sicher zu stellen. Das Projekt ist bereits im Bauprogramm 2015-2018 enthalten. Die Planung dieses Vorhabens kann jetzt nach Vorliegen des GVK gestartet werden. Den Realisierungszeitpunkt wird der Kantonsrat mit dem neuen Bauprogramm 2019-2022 festlegen.

Bushub Ebikon und Trolleybus-Verlängerung
Die Stärkung des öffentlichen Verkehrs ist ein wichtiger Baustein des gemeinsamen Projekts. Die Botschaft zur Trolleybus-Verlängerung und zum Bushub Ebikon wurde bereits im September 2017 vom Regierungsrat an den Kantonsrat überreicht; der Kantonsrat entscheidet Anfang 2018 über die beiden Sonderkredite in der Höhe von 14,5 bzw. 11,9 Millionen Franken.
Der Bushub Ebikon beim Bahnhof Ebikon wird zur neuen Drehscheibe im öffentlichen Verkehr. Am Bushub können Passagiere künftig schnell und bequem zwischen sechs Buslinien und der S-Bahn-Linie S1 umsteigen.
Mit der Verlängerung der Linie 1 vom Luzerner Maihofquartier via Bushub Ebikon bis zur Mall of Switzerland, wird ab Dezember 2019 ein wesentlicher Teil des prognostizierten Mobilitätswachstums aufgenommen. Das Bundesamt für Verkehr hat das Fahrleitungsprojekt mittlerweile rechtskräftig bewilligt.

Bequem mit dem öV zur Mall of Switzerland
Das Angebot des öffentlichen Verkehrs wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Luzern Ost markant ausgebaut. Bereits ab dem 8. November 2017, zum Zeitpunkt der Eröffnung der Mall of Switzerland, verkehrt die Buslinie 23 (Luzern–Ebikon–Fildern (Mall of Switzerland)–Gisikon-Root Bahnhof) ganztags neu im 7.5 Minuten Takt bis Root D4. Die S-Bahn S1 (Sursee–Luzern–Zug–Baar) bedient den Bahnhof Buchrain weiterhin im 30-Minuten-Takt und wird zudem bei einzelnen Zügen mit zusätzlichen Doppeltraktionen verstärkt. Eine neu erstellte Passerelle verbindet den Bahnhof direkt mit der Mall.

Fahrplanwechsel im Dezember 2017 und Angebot ab 2019
Mit dem Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2017 geht zudem die neue Linie 111 (Ebikon Bahnhof–Fildern (Mall of Switzerland)–Inwil Dorf–Waldibrücke Bahnhof) in Betrieb und erschliesst das Seetal mit Inwil und dem Rontal. Auf der Linie 22 (Luzern Bahnhof–Ebikon–Buchrain–Perlen) fährt neu jeder Kurs nach Perlen, womit die Arbeitsplätze in Perlen während der Hauptverkehrszeit alle 15 Minuten mit dem öV erreichbar sind. Ausserdem verkehrt die Linie 110 (Hochdorf‒Eschenbach‒Inwil‒Rotkreuz) zu Hauptverkehrszeiten im 30-Minuten-Takt.
Ende 2019, nach Inbetriebnahme des Bushubs Ebikon und der Verlängerung der Linie 1, erfährt das öV-Angebot eine erneute Anpassung. Nebst der neuen Tangentiallinie 18 (Ebikon Bahnhof‒Kantonsspital‒Littau Bahnhof) sowie den bestehenden Linien 26 und 111 werden die Linien 22 und 23 zum Bushub Ebikon geführt und dort gewendet. Mittel- bis langfristig verkehrt ab Ebikon neben der S-Bahn S1 (Sursee–Luzern Bahnhof–Zug–Baar) auch alle 30 Minuten ein RegioExpress nach Rotkreuz–Zug–Zürich HB, womit die Bedeutung des Bushubs Ebikon weiter wachsen wird.

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