Ebikon plant die Zukunft seiner Liegenschaften und Areale

Die Gemeinde Ebikon hat eine Strategie für ihre Liegenschaften und Areale erarbeitet. Sie zeigt, wie die Gemeinde ihre Areale entwickeln und anstehende Investitionen finanzieren kann. Der Einwohnerrat nimmt sie am 19. Januar 2027 zur Kenntnis.

04. November 2026

Ebikon wächst. Die Gemeinde braucht deshalb zusätzlichen Raum für ihre Aufgaben, etwa für Schulen, Tagesstrukturen, Angebote im Alter sowie für Werkhof und Feuerwehr. Gleichzeitig müssen mehrere Liegenschaften saniert werden. Ende 2025 hat der Gemeinderat beschlossen, eine Immobilien- und Arealentwicklungsstrategie zu erarbeiten. Alle Kommissionen des Einwohnerrats haben die Arbeiten eng begleitet und ihre Rückmeldungen eingebracht. Diese umfasst 46 Immobilien: Areale, Betriebsgebäude, Alterseinrichtungen, Freizeit- und Kulturgebäude sowie Liegenschaften im Finanzvermögen. Die Schulbauten gehören nicht dazu. Sie sind in der Schulraumstrategie geregelt.

Areale entwickeln, Investitionen ermöglichen

Bis 2045 muss die Gemeinde voraussichtlich rund 232 Millionen Franken investieren. Das Geld fliesst unter anderem in Schulhäuser, Strassen, Wasser und Abwasser sowie in Ersatzbauten. Ersatzbauten braucht es, wenn ein Areal entwickelt wird und eine bestehende Nutzung dauerhaft oder temporär an einen neuen Ort ziehen muss.

Mehr als die Hälfte dieses Geldes kann die Gemeinde mit ihren eigenen Arealen erwirtschaften. Bis 2045 rechnet sie mit Einnahmen von rund 140 Millionen Franken aus Verkäufen und Baurechtszinsen. Dabei handelt es sich um eine Schätzung nach heutigem Stand.

Mit der Strategie sinkt zudem die Verschuldung pro Kopf bis 2045 auf rund 2400 Franken. Ohne Strategie würde sie bis 2034 auf gut 8000 Franken steigen. «Die Strategie gibt uns den nötigen Überblick», erklärt Hans Peter Bienz, Gemeinderat Planung & Bau. «Wir sehen, wo Investitionen Sinn machen, welche Areale wir entwickeln können und wie wir beides finanzieren.»

Boden bleibt grösstenteils in Gemeindehand

Für jedes Areal hat die Gemeinde geprüft, ob sie es behält und selbst entwickelt, im Baurecht abgibt oder verkauft. Die Strategie sieht vor, dass rund 77 Prozent der Arealflächen im Eigentum der Gemeinde bleiben. Einen Teil davon gibt sie im Baurecht ab. Das heisst: Das Land gehört weiterhin der Gemeinde, andere dürfen darauf bauen und zahlen jährlich einen Zins. Rund 23 Prozent der Flächen sollen gezielt verkauft werden. Liegenschaften mit grossem öffentlichem Interesse sind davon ausgenommen.

«Der Gemeinderat geht mit dem Verkauf von Gemeindeland sehr sorgfältig und zurückhaltend um», sagt Hans Peter Bienz. «Dabei orientiert er sich am Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.» Ein Verkauf erfolgt deshalb nicht automatisch. Der Gemeinderat überprüft die Strategie periodisch und passt sie an neue Entwicklungen an. Entwickeln sich die Finanzen besser als erwartet, kann ein Areal auch im Eigentum der Gemeinde bleiben.

Einwohnerrat nimmt Kenntnis

Der Einwohnerrat nimmt die Strategie an seiner Sitzung vom 19. Januar 2027 zur Kenntnis. Mit der Strategie beantragt der Gemeinderat keinen Kredit. Sie dient als Grundlage für künftige Entscheide. Die Strategie sowie der Bericht und Antrag sind auf www.ebikon.ch aufgeschaltet.