Sonnige Rekordsaison ohne schweren Unfall

Rund 20'000 Einzeleintritte, über 800 Abos und nur drei Regentage: Die Rotsee-Badi blickt auf eine aussergewöhnliche Saison zurück. Betriebsleiter Patrick Wid-mer zieht eine sehr positive Bilanz.

28. September 2026

Patrick Widmer, der die Rotsee-Badi seit 22 Saisons leitet, überlegt nicht lange. «Die Saison war sehr, sehr positiv», bilanziert er und nennt dafür zwei Gründe: das unglaublich schöne Wetter und eine erneut unfallfreie Saison. Die Zahlen sind rekordverdächtig. Rund 6'000 Kinder und 14'000 Erwachsene lösten einen Einzeleintritt, dazu kamen über 800 Saison- und 12er-Abos.

Wie sonnig der Sommer war, zeigt folgendes Beispiel eindrücklich: Von April bis Ende September blieb die Badi nur an drei Tagen wegen Dauerregen geschlossen. Vor allem bis zu den Schulferien herrschte Hochbetrieb, in den Sommerferien wurde es bereits entspannter. Nach Schulstart kehrte dann rasch Ruhe ein. «Die Leute hatten genug vom Sommer», so die Erklärung von Widmer. Die ruhigen Septembertage hätten nun vor allem die Stammgäste genossen.

Mehr Augen, mehr Sicherheit

Besonders dankbar ist Widmer, dass es keine schwerwiegenden Vorfälle und keine lebensbedrohlichen Situationen gab. Ihm ist bewusst: «Da ist auch Glück dabei.» Das Team versorgte vor allem Schnittwunden sowie Bienen- und Wespenstiche. In den hohen Besucherzahlen sieht Widmer nicht das grösste Risiko. «Je mehr Leute auf der Anlage sind, desto mehr Augen sehen, wenn etwas passiert», erklärt er.

An seine Grenzen kam das Badi-Team trotz Rekordsommer kaum. «Wir sind ein eingespieltes Team und kommen auch mit vielen Besucherinnen und Besuchern zurecht. Dem Team bin ich für sein gutes Wirken sehr dankbar.» Dafür wird es in Sachen Infrastruktur zunehmend enger. Konkret geht es um die in die Jahre gekommene Küche und die beschränkten Sitzplätze. Deshalb klärt die Gemeinde zusammen mit einem Architekten, wie sich die Verkehrs- und Logistikflächen sanft erweitern lassen.

Warm, aber nie zu warm

Die Wasserqualität war laut Widmer die ganze Saison einwandfrei, Blaualgen gab es keine. Das Wasser erreichte zwar 27 Grad, überstieg die kritische Grenze von 28 Grad aber nicht. Dies ist laut Widmer vor allem dem Zuführen von Wasser aus der Reuss per Kanal zu verdanken.

Ein Höhepunkt war die neue Sprungplattform. Dank der Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Ruderzentrum Luzern - Rotsee und der Gemeinde wurde eine gemeinsame Lösung gefunden. Neu kann der Startturm der Ruderer auch zum Springen genutzt werden.

Gut besuchte Konzertabende

Alle sieben Konzerte waren sehr gut besucht. Zum Auftakt spielten im Juni die Krüger Brothers, Stars der amerikanischen Bluegrass-Szene. Bastian Baker, LaBrassBanda und die lokale Band Dada Ante Portas sorgten für «einmalige, grosse Momente». Aus der Nachbarschaft gab es kaum negative Reaktionen wegen der Konzerte. «Ich staune, wie gut sich das etabliert hat», sagt Widmer dazu.

Neues gab es beim Angebot keines. Bewusst. Denn das Erfolgsrezept bleibt dasselbe: «Gastgeber sein, freundlich sein, Grüezi, Adieu und Danke sagen. Das macht es aus.»