Budget 2027 rechnet mit einem Überschuss von 2,14 Millionen

Die Gemeinde Ebikon budgetiert für das Jahr 2027 einen Ertragsüberschuss von 2,14 Millionen Franken. Höhere Steuererträge verbessern das Ergebnis gegenüber dem letztjährigen Finanzplan um 2,57 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt unverändert. Dafür senkt die Gemeinde ab 2027 mehrere Gebühren.

20. Oktober 2026

Den grössten Beitrag leisten die Steuern. Sie bringen 2,53 Millionen Franken mehr ein als geplant. Die Steuerkraft stieg 2025 um 6 Prozent auf 1'712 Franken je Einwohner und Einheit. Dazu kommen die OECD-Ergänzungssteuern. Sie bringen 4,57 Millionen Franken und damit 1,16 Millionen mehr als im letztjährigen Finanzplan. «Dass die Steuerkraft steigt, sieht der Gemeinderat als sehr positives Zeichen», sagt Susanne Troesch-Portmann. «Diese Steigung muss man aber im Kontext sehen, so liegen wir immer noch 30 Prozent unter dem kantonalen Schnitt.»

Bildung und Soziales prägen den Aufwand

Die Bevölkerung wächst und altert, die Schülerzahlen steigen. Bildung und Soziale Sicherheit beanspruchen zusammen 43,5 Millionen Franken oder 68,6 Prozent des Nettoaufwands.

Gleichzeitig investiert Ebikon kräftig. Für 2027 sind Bruttoinvestitionen von 25,95 Millionen Franken vorgesehen. Zwei Drittel davon entfallen mit 16,88 Millionen Franken auf den Er-satzneubau des Schulhauses Höfli. Weitere Mittel fliessen in die übrigen Schulhäuser, in Gemeindestrassen und Bushaltestellen sowie in Wasser und Abwasser. Bis 2030 summieren sich die Nettoinvestitionen auf 67,3 Millionen Franken.

Keine Steuersenkung für 2027

Der Einwohnerrat hat den Gemeinderat beauftragt, eine Steuersenkung auf 2,0 oder 1,95 Einheiten zu prüfen. Der Gemeinderat hat die Folgen sorgfältig geprüft. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen kann er eine Senkung für 2027 nicht verantworten. Ausschlaggebend ist die finanzielle Entwicklung über die gesamte Planperiode. Eine Senkung um 0,1 Einheiten würde die Erfolgsrechnung 2027 um 2,32 Millionen Franken und ab 2028 um jährlich 2,56 Millionen Franken verschlechtern. «Damit könnte die Gemeinde über die gesamte Planperiode kein ausgeglichenes Ergebnis mehr ausweisen und die Vorgaben der Finanzstrategie nicht einhalten», hält Troesch-Portmann fest.

Dazu kommt die Verschuldung. Sie ist wegen des hohen Investitionsvolumens schon heute gross. Bei fünf von acht Finanzkennzahlen hält Ebikon die vom Kanton vorgegebenen Bandbreiten nicht ein. Eine Steuersenkung würde diese Werte zusätzlich belasten.

Mehrere Gebühren sinken

Dort, wo eine Entlastung verantwortbar ist, setzt der Gemeinderat an. Ab 2027 sinkt die Feuerwehrersatzabgabe von 2,4 auf 1,9 Promille. Die Abwassergebühr wird von 1.90 auf 1.30 Franken pro Kubikmeter reduziert, die jährliche Kehrichtgebühr von 110 auf 80 Franken. Damit werden die Einwohnerinnen und Einwohner trotz unverändertem Steuerfuss entlastet.

Der Gemeinderat überprüft den Steuerfuss jedes Jahr bei der Budgetberatung. Eine Senkung kommt infrage, sobald die Finanzplanung über das Budgetjahr und die Planjahre aus-geglichen bleibt.

Den Bericht & Antrag zum Budget 2027 sowie die dazugehörigen Detailzahlen finden Sie unter diesem Link.

Einwohnerrat entscheidet

Das Budget 2027 und der Aufgaben- und Finanzplan (AFP) 2027 - 2030 werden am 11. November 2026 dem Einwohnerrat unterbreitet. Sämtliche Ratsgeschäfte der Budget-Session finden Sie unter diesem Link.

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