CKW plant neuen Hauptstandort auf der Reussinsel Emmen

Die CKW bündelt ihre Betriebsstandorte und plant einen neuen Hauptsitz auf der Reussinsel in Emmen. Die Erschliessung führt teilweise über Ebikoner Boden. Die Gemeinden Emmen und Ebikon haben deshalb gemeinsam mit der CKW verbindliche Mobilitätsmassnahmen definiert.

02. März 2026

Die CKW ist seit über 130 Jahren auf der Reussinsel präsent. Nun plant das Unternehmen, seinen Hauptsitz nach Emmen zu verlegen. Konkret soll der Werkhof aus Reussbühl auf die Reussinsel gezügelt und das bestehende Areal etappenweise weiterentwickelt und besser ausgenutzt werden. Grund sind veränderte Rahmenbedingungen in Reussbühl sowie der Wunsch, betriebliche Abläufe zu bündeln und langfristig zu sichern.

Mit der Zusammenlegung der Standorte wird die Zahl der Mitarbeitenden auf der Reussinsel von heute rund 600 auf rund 1000 steigen. Langfristig besteht gemäss Richtprojekt Potenzial für weitere 300 bis 400 zusätzliche Arbeitsplätze. Die Zufahrt zur Reussinsel erfolgt über die Rathausenstrasse. Diese führt teilweise südötlich der Reuss durch den Sädelwald auf Ebikoner Boden.

Deshalb haben die Gemeinden Emmen und Ebikon gemeinsam mit der CKW in den vergangenen Monaten intensiv an der Erschliessung gearbeitet und verbindliche Mobilitätsmassnahmen definiert, die im Bebauungsplan verankert werden.

Geplant ist eine neue Bushaltestelle im Gebiet Rathausen. Sie verbessert die Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Hinzu kommen organisatorische Massnahmen und ein Mobilitätsmanagement. Dieses schafft beispielsweise Anreize für den Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel und regelt die Parkplatzbewirtschaftung.

Je zur Hälfte über Emmen und Ebikon

Der verbleibende motorisierte Individualverkehr und der betriebliche Verkehr soll je zur Hälfte über Emmen und Ebikon geführt werden (50:50). Dafür sind punktuelle Anpassungen an der Strasse vorgesehen. Sie entschärfen Engstellen und erhöhen die Sicherheit für Velofahrende sowie Fussgängerinnen und Fussgänger.

Im Rahmen des Projekts saniert Ebikon die Strasse vom Sedel Richtung Rathausen auf Ebikoner Boden und verbessert die Verkehrssicherheit. Davon profitiert auch die SSBL (Stiftung für selbstbestimmtes und begleitetes Leben) in Ebikon. Die CKW beteiligt sich massgeblich an den Kosten. Mit der neuen öV-Erschliessung verbessert sich zudem die Erreichbarkeit der SSBL und des Naherholungsgebiets.

In den kommenden Jahren erarbeiten die Beteiligten auf Basis des Richtprojekts den Bebauungsplan Reussinsel. Er legt fest, wie das Areal genutzt wird, wie die Erschliessung konkret aussieht und wie sich die neuen Gebäude in die Umgebung einfügen.

Mit dem Abschluss dieses Prozesses ist frühestens ab 2028 zu rechnen. Voraussichtlich ab 2030 können konkrete Bauprojekte bewilligt und umgesetzt werden.