27. Oktober 2026
Am Dienstag, 17. November 2026, tagt der Einwohnerrat. Auf der Traktandenliste stehen sechs Geschäfte. Die Budgetsession ist öffentlich und startet um 14 Uhr in der Aula Wydenhof.
Im Zentrum steht der Aufgaben- und Finanzplan AFP 2027 – 2030 mit dem Budget 2027. Der Gemeinderat budgetiert einen Ertragsüberschuss von 2,14 Millionen Franken.
Steuerfuss soll bleiben, Gebühren sinken
Der Einwohnerrat hat den Gemeinderat beauftragt, eine Steuersenkung auf 2,0 oder 1,95 Einheiten zu prüfen. Der Gemeinderat will nun für 2027 darauf verzichten. Eine Senkung um 0,1 Einheiten würde die Erfolgsrechnung jährlich um 2,3 bis 2,6 Millionen Franken verschlechtern. Zudem ist die Verschuldung wegen der hohen Investitionen bereits gross. Stattdessen senkt die Gemeinde ab 2027 mehrere Gebühren: Die Kehrichtgebühr sinkt von 110 auf 80 Franken pro Jahr, die Abwassergebühr von 1.90 auf 1.30 Franken pro Kubikmeter. Die Feuerwehrersatzabgabe geht von 2,4 auf 1,9 Promille zurück (Link B&A, Link Medienmitteilung.) Dem Einwohnerrat wird beantragt, das Budget 2027 und den Steuerfuss von 2.05 Einheiten zu genehmigen.
660'000 Franken für Testplanung Bahnhof Ost
Das Areal nordöstlich des Bahnhofs Ebikon wird sich in den kommenden Jahren stark verändern. Die SBB planen einen Ausbau des Bahnhofs, zudem soll ein Bus-Hub entstehen. Mit einer Testplanung wollen Gemeinde, Kanton und die Grundeigentümerschaften eine gemeinsame Entwicklungsstrategie erarbeiten. Der Perimeter umfasst den Bahnhof, den Bus-Hub sowie die Areale Hunkeler, Migros, Vino Vintana und Landi. Der Gemeinderat beantragt einen Bruttokredit von 660'000 Franken. Gemeinde und Kanton tragen je einen Viertel, die beteiligten Grundeigentümer die Hälfte. Den Gemeindeanteil von rund 165'000 Franken will die Gemeinde aus dem Mehrwertabgabefonds finanzieren. Der Gemeinderat stellt dem Einwohnerrat den Antrag, dem Bruttokredit zuzustimmen (Link B&A).
Leg: Der Richtplan Biodiversität ist für Behörden verbindlich
Weiter legt der Gemeinderat dem Einwohnerrat den Richtplan Biodiversität im Siedlungsraum zur Kenntnis vor. Mit diesem Instrument plant und koordiniert die Gemeinde ihre Massnahmen für mehr Biodiversität und eine bessere Klimaanpassung. Der Richtplan ist für die Behörden verbindlich, privaten Grundeigentümerschaften dient er als Orientierungshilfe. Den Anstoss gab 2021 eine Petition für ein «Äbiker» Biodiverstitätskonzept. Zu den nächsten Massnahmen gehören ein Strassenbaumkonzept und die Aktualisierung des Naturschutzinventars und Pocket Parks (Link B&A).
Urs Kaufmann (Die Mitte) hat namens der Fraktion ein Postulat zum Konzept «Kinderrestaurant» eingereicht. Er forderte den Gemeinderat auf zu prüfen, ob die Kinder in der Mittagsbetreuung zeitlich gestaffelt essen können. So liesse sich der Raumbedarf der Tagesstrukturen verringern. Der Gemeinderat beurteilt das inzwischen erarbeitete Konzept positiv. Die Einführung ist schrittweise gestartet. Ziel ist, für das Schuljahr 2027/28 auf zusätzliche Räume für die Mittagsspitze verzichten zu können. Nachdem der Gegenstand des Postulats im Kompetenzbereich des Gemeinderats liegt, gilt es mit diesem Bericht als erledigt (Link Begründung).
Gemeinderat lehnt Motion zur frühen Förderung ab
Silvia Illi (FDP/GLP) fordert namens der Fraktion in einer Motion eine gesetzliche Grundlage für Betreuungsgutscheine für Spielgruppen. Zudem verlangt sie eine Koordinationsstelle für die Frühe Förderung mit 30 Stellenprozenten. Das Schlüsselpersonensystem in der Frühen Sprachförderung soll mit dem Budget 2027 umgesetzt werden. Der Gemeinderat empfiehlt die Motion abzulehnen. Er verweist auf zahlreiche Arbeiten, die bereits laufen oder geplant sind. Die Gemeinde prüft Schlüsselpersonen und Betreuungsgutscheine für Spielgruppen auf 2028 einzuführen. Zusätzliche Ressourcen würden die Umsetzung aus Sicht des Gemeinderats nicht beschleunigen (Link Begründung).
Leg: Das grösste Entwicklungspotenzial sieht der Gemeinderat in Zentrumszonen.
Heidi Stöckli (FDP/GLP) erkundigt sich namens der Fraktion in einer Schriftlichen Anfrage, wie sich das Wohnraumpotenzial in bestehenden Einfamilienhausquartieren besser nutzen lässt. Das neue Bau- und Zonenreglement erlaubt dort zum Beispiel Einliegerwohnungen oder Mehrgenerationenhäuser. Sie schlägt Informationsveranstaltungen, ein Merkblatt und Sprechstunden für Eigentümerinnen und Eigentümer vor. Der Gemeinderat erachtet diese Angebote nicht als nötig. Beratungsgespräche finden bereits statt, zudem sind rund 40 bis 50 Arealentwicklungen im Gang. Das grösste Potenzial sieht der Gemeinderat in den Zentrumszonen. Als Pilotprojekt ist eine Anlaufstelle für Verfahrensfragen geplant (Link Antwort).
Die Einwohnerratssession ist öffentlich. Sie beginnt um 14 Uhr in der Aula Wydenhof.
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