Nachtragskredit für Fusionsstudie bewilligt

Der Einwohnerrat bewilligt einen Nachtragskredit von 34'000 Franken. Eine Studie soll die Vor- und Nachteile eines Zusammenschlusses der Gemeinde Ebikon und der Stadt Luzern prüfen.

18. März 2026

Der Einwohnerrat tagte am Dienstag, 17. März 2026. Das Parlament behandelte acht Geschäfte. Die ersten beiden Geschäfte behandelten den digitalen Wandel. Der Einwohnerrat nahm die ihm unterbreitete Digitalstrategie der Gemeinde zustimmend zur Kenntnis (19 zustimmend / 5 ablehnend / 4 neutral).

Christian Huber (SVP) stelle namens der SVP eine Schriftliche Anfrage zur IT-Strategie. Er dankte während der Sitzung für die Antworten. Gleichzeitig hielt er daran fest, dass er einzelne Punkte wie beispielsweise eine allfällige Multi-Cloud-Lösung kritisch sieht.

Klimaleitbild: Ergänzungsanträge angenommen

Mit dem neuen Klima- und Energieleitbild legt die Gemeinde Ebikon ihre Strategie für einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen fest. Die Strategie will bis 2045 Netto-Null erreichen. Ein Bemerkungsantrag von Markus Aregger (SP/Grüne) verlangt ein jährliches Monitoring zuhanden der Umwelt- und Baukommission (UBK). Der Einwohnerrat hat den Antrag gutgeheissen. Stefan Brunner (SVP) stellte einen zweiten Bemerkungsantrag. Neu beschaffte Fahrzeuge müssen nicht zwingend elektrisch sein. Dagegen wird bei der Neubeschaffung von kommunalen Fahrzeugen und Maschinen der jeweils aktuelle Standard von Energie Schweiz eingesetzt. Der Einwohnerrat hat den Antrag gutgeheissen.

Der Einwohnerrat nahm das Klima- und Energieleitbild insgesamt zustimmend zur Kenntnis (22 zustimmend / 5 ablehnend / 1 neutral).

Markus Aregger (SP/Grüne) und Mitunterzeichnende forderten in einem Postulat, dass der Gemeinderat Massnahmen zur Erreichung der internationalen, eidgenössischen und kantonalen Klimaziele prüft. Der Einwohnerrat stimmte nicht über das Postulat ab. Es gilt mit dem Bericht als erledigt, da das Anliegen im Kompetenzbereich des Gemeinderats liegt.

Nachtragskredit beschlossen

Eine Studie soll die Vor- und Nachteile eines Zusammenschlusses der Gemeinde Ebikon und der Stadt Luzern aufzeigen (wir berichteten). Die Grundlagenstudie bildet die Basis für einen Planungsbericht der beiden Gemeinden. Sie untersucht unter anderem finanzielle, organisatorische und gesellschaftliche Auswirkungen einer möglichen Fusion.

Die Studie kostet rund 309'000 Franken. Der Kanton Luzern beteiligt sich mit 75'000 Franken. Die restlichen rund 234'000 Franken tragen Ebikon und Luzern gemäss Bevölkerungsanteil (14,5 % / 85,5 %). Der Gemeinderat Ebikon beantragte dafür einen Nachtragskredit von 34'000 Franken zum Budget 2026. Der Einwohnerrat stimmte zu (22 Ja / 5 Nein / 1 Enthaltung).

Leg: Einzig die SVP-Fraktion stimmte geschlossen gegen den Nachtragskredit

Genügend Spielraum bei den Löhnen

Enrico Pyffer (FDP/GLP) und Mitunterzeichnende weisen in einer Schriftlichen Anfrage auf den Fachkräftemangel im Baubereich hin. Sie fragen, ob ein eigenes Personalreglement für den Bereich Bau einen Lösungsansatz darstellen könnte. Die Gemeinde verneint dies und sieht genügend Spielraum für marktfähige Löhne in der geltenden kantonalen Personalgesetzgebung.

Alex Donas (SP/Grüne) und Mitunterzeichnende wollen in einer Schriftlichen Anfrage wissen, ob für Ebikon eine Zertifizierung mit dem Label Grünstadt Schweiz infrage kommt. Der Gemeinderat beurteilt das Label als wertvoll und klärt den Zertifizierungsprozess ab.

Patrick Gunz (Die Mitte) und Mitunterzeichnende fordern in einem Postulat einen Bericht zur finanziellen Handlungsfähigkeit der Gemeinde Ebikon ohne Fusion. Der Gemeinderat ist bereit, das Postulat anzunehmen. Er will berichten, sobald die Schulraumplanung sowie die Immobilien- und Arealentwicklungsstrategie überarbeitet sind. Das Postulat wurde überwiesen (18 Ja / 8 Nein / 1 Enthaltungen).

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