Einwohnerrat steht hinter neuer Schulraumplanung

Der Einwohnerrat hat den Planungsbericht «Campus 2.0» zustimmend zur Kenntnis genommen. Dieser zeigt, wie Ebikon den zusätzlichen Bedarf an Schulraum decken kann.

01. Juli 2026

Die Einwohnerratssitzung vom 30. Juni 2026 stand im Zeichen der Zukunft der Äbiker Schulen.

Urs Kaufmann (Die Mitte) hat im Namen der Mitte-Fraktion ein dringliches Postulat zur Ergänzung der Schulraumplanung eingereicht. Der Gemeinderat soll das Modell eines «Kinderrestaurants» als Alternative zur konventionellen Mittagsbetreuung prüfen.

Das Konzept ersetzt starre Essenszeiten durch flexible Zeitfenster. Die Kinder checken zu Beginn der Mittagspause an einem zentralen Standort der Tagesstrukturen ein und entscheiden selbst, wann sie innerhalb des Zeitfensters essen möchten. Das Postulat wurde als dringlich erklärt (12 Ja / 11 Nein / 3 Enthaltungen) und überwiesen.

Weiter wurde der eigentliche Planungsbericht zur Schulraumplanung «Campus 2.0» diskutiert. Ebikon wächst. In den nächsten fünf Jahren entstehen durch laufende und geplante Entwicklungen vielerorts neue Wohnungen. Prognosen rechnen deshalb mit 270 zusätzlichen Schülerinnen und Schülern.

Der Planungsbericht Schulraumplanung «Campus 2.0» zeigt, wie die Gemeinde auf dieses Wachstum reagieren kann. Er enthält keine Bauentscheide, sondern mögliche Entwicklungsrichtungen und Massnahmen. In einer ersten Phase stehen drei Standorte im Zentrum: Die Sekundarschule Wydenhof und das Primarschulhaus Sagen sollen gesamtsaniert und aufgestockt werden. Beim Doppelkindergarten St. Anna ist ein Ersatzneubau geplant. Er soll zudem 16 Alterswohnungen enthalten. Die Umsetzung ist im Baurecht mit einer privaten Bauherrschaft vorgesehen.

Der Einwohnerrat hat den Planungsbericht zuhanden des Gemeinderats zustimmend zur Kenntnis genommen (16 zustimmend / 10 neutral / 0 ablehnend).

Externe Revisionsstelle beschlossen

Der Einwohnerrat hat einstimmig beschlossen, den Revisionsauftrag für die Rechnungsjahre 2026 bis 2027 weiter der Balmer Etienne AG zu übertragen. Die externe Revisionsstelle prüft die Jahresrechnung der Gemeinde Ebikon. Ihre Amtsdauer beträgt zwei Jahre.

Franziska Häfliger (SVP) und Mitunterzeichnende haben ein Postulat über ein Handyverbot an der Volksschule Ebikon eingereicht. Der Gemeinderat kommt zum Schluss, dass ein einheitliches Verbot tragbarer Informations- und Kommunikationstechnologien fachlich begründet, pädagogisch sinnvoll und rechtlich zulässig ist. Da der Gegenstand des Postulats im Kompetenzbereich des Gemeinderates liegt, ist es mit diesem Bericht erledigt.

Urs Kaufmann (Die Mitte) erkundigte sich mit einer Schriftlichen Anfrage nach den Auswirkungen des geplanten Durchgangsbahnhofs Luzern (DBL) auf Ebikon. Unter anderem wollte er wissen, wie weit die Planung der Baustellenzufahrt ist. Der Gemeinderat und die SBB beantworten die Fragen gemäss aktuellem Kenntnisstand. Die Zufahrt für den LKW-Verkehr soll nicht wie angedacht entlang des Freizeitgebiets Risch verlaufen, sondern über die Hauptverkehrsachse K17.

Anfrage zur Wohnraumstrategie

Sandra Benz (SP) reichte eine Schriftliche Anfrage zur Wohnraumstrategie der Gemeinde Ebikon ein. Sie möchte wissen, wie sich der Gemeinderat für sozialverträglichen und bezahlbaren Wohnraum einsetzt. In seiner Antwort hält er fest, dass in Ebikon erschwingliche Wohnungen verfügbar sind.

Einwohnerratsmitglied Martin Aregger (Die Mitte) hat seinen Rücktritt aus dem Einwohnerrat Ebikon per 1. Juli 2026 aufgrund seines Wegzugs in eine andere Gemeinde bekannt gegeben und wird aus dem Einwohnerrat verabschiedet.

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